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Aromaverbot E-Zigaretten 2026: Fakten zum BMELH-Entwurf

Auf einen Blick: Das Wichtigste zum Aromaverbot E-Zigaretten 2026

  • Was ist geplant? Das BMELH will per Verordnung 13 Inhaltsstoffe in E-Liquids verbieten – darunter Menthol, Cooling Agents (WS-3, WS-5, WS-23) und Sucralose.
  • Aktueller Status: Referentenentwurf – kein geltendes Recht. Der Bundesrat muss zustimmen.
  • Betroffene Produkte: Bis zu 80 % der aktuell legalen Liquids, vor allem Ice- und Menthol-Varianten.
  • Wirtschaftliche Folgen: Rund 3.000 KMU und bis zu 15.000 Arbeitsplätze gefährdet.
  • Unsere Empfehlung: Informiert bleiben, Petition unterstützen, im Fachhandel kaufen.

Warum das Aromaverbot E-Zigaretten 2026 die Dampfer-Community bewegt

Das geplante Aromaverbot für E-Zigaretten 2026 beschäftigt seit Anfang des Jahres die gesamte Dampfer-Community in Deutschland. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat (BMELH) hat einen Referentenentwurf vorgelegt, der 13 Inhaltsstoffe in E-Zigaretten-Liquids verbieten soll. Auf der Liste stehen Menthol, mehrere Cooling Agents und das Süßungsmittel Sucralose.

Wichtig vorab: Es handelt sich um einen Entwurf – nicht um geltendes Recht. Noch ist nichts beschlossen. Der Entwurf muss den Bundesrat passieren, und aus Branche, Wissenschaft und Politik gibt es erheblichen Widerstand.

In den Medien wird das Thema oft auf ein „Menthol-Verbot“ verkürzt. In Dampfer-Foren herrscht teilweise Panik. Bei uns im Laden in Ahaus bekommen wir täglich dieselben Fragen: „Wird mein Liquid verboten?“, „Was passiert mit eurem Sortiment?“, „Soll ich mir jetzt Vorräte anlegen?“

Dieser Artikel liefert dir einen klaren, sachlichen Überblick zum Aromaverbot E-Zigaretten 2026 – verständlich aufbereitet und ergänzt um unsere Einschätzung als Fachhändler. Einen Blick auf unser aktuelles E-Liquid-Sortiment lohnt sich ebenfalls, um die Bandbreite der betroffenen Produkte einzuordnen.

Aromaverbot 2026: Was genau plant das BMELH?

Das BMELH hat Ende Januar 2026 einen Entwurf zur Änderung der Tabakerzeugnisverordnung vorgelegt. Im Kern sollen 13 Inhaltsstoffe für E-Zigaretten-Liquids verboten werden. Die Begründung stützt sich auf Stellungnahmen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und verweist auf mögliche Gesundheitsrisiken und den Jugendschutz.

Aktueller Zeitplan des Referentenentwurfs

  • Der Entwurf befindet sich in der Ressortabstimmung zwischen den Bundesministerien.
  • Die Bundesländer haben den Entwurf erhalten.
  • Die Stellungnahmefrist für Fachverbände endete am 13. Februar 2026.
  • Eine Zustimmung des Bundesrates ist zwingend erforderlich.

Wichtig zu verstehen: Es handelt sich um eine Verordnungsänderung, nicht um ein Gesetz. Der Bundestag ist daher nicht beteiligt – die Entscheidung liegt allein beim Bundesrat. Bereits 2017 stand ein ähnliches Menthol-Verbot zur Debatte, und die Länder stimmten damals dagegen.

Politischer Kontext: Ein überraschender Kurswechsel

Bemerkenswert ist der politische Hintergrund. Noch im Herbst 2025 hatte dasselbe Ministerium erklärt, eine europaweit einheitliche Regelung abwarten zu wollen. Wenige Monate später wurde dann doch ein nationaler Alleingang eingeleitet. Dieser Kurswechsel hat in der Branche für erhebliche Verunsicherung gesorgt.

Der Verband des eZigarettenhandels (VdeH) betont, dass Entscheidungen dieser Tragweite eine sorgfältige Abwägung von Risiken, Nutzen und gesellschaftlichen Auswirkungen erfordern.

Unsere Einschätzung: Noch ist nichts entschieden. Das BfTG hat allein eine 127-seitige Analyse inklusive unabhängiger toxikologischer Gutachten eingereicht. Es gibt berechtigte Hoffnung, dass der Entwurf in dieser Form nicht durchkommt.

Einen vertiefenden Hintergrund findest du in unserem Beitrag Aromaverbot für E-Liquids 2026: BMEL legt Entwurf vor.

Verbotsliste: Diese 13 Inhaltsstoffe sind betroffen

Die Verbotsliste des geplanten Aromaverbots für E-Zigaretten umfasst 13 Stoffe. Die wichtigsten im Überblick:

  • Menthol – der Klassiker unter den Kühlstoffen, in unzähligen Liquids enthalten.
  • WS-3, WS-5 und WS-23 – die sogenannten Cooling Agents, die für den typischen Ice-Effekt sorgen.
  • Sucralose – ein Süßungsmittel, das vor allem in Einweg-Vapes und Importprodukten steckt.
  • Weitere Stoffe: Isopulegol, Menthylacetat, L-Menthyllactat und 1,8-Cineole.

Eine persönliche Anmerkung zu Sucralose

Ein ehrliches Wort: Von Sucralose bin ich persönlich kein großer Fan. Der Stoff versüßt Liquids künstlich, verklebt auf Dauer die Coils und zwingt dich zu häufigeren Coil-Wechseln. Die meisten Produkte in unserem Sortiment – auch die Longfill-Aromen – kommen bewusst ohne Sucralose aus.

Trotzdem geht es hier um etwas Grundsätzliches: Wenn einzelne Inhaltsstoffe per Verordnung verboten werden, ohne dass die wissenschaftliche Grundlage belastbar ist, stellt sich die Frage, wo das endet. Heute Sucralose, morgen Vanillin?

Folgen des Aromaverbots für den E-Zigaretten-Markt in Deutschland

Zur Einordnung: Der Entwurf ist kein geltendes Recht. Alle folgenden Zahlen beschreiben ein Szenario, das eintreten könnte – nicht eines, das eintreten wird.

BfTG-Branchenumfrage: Zahlen, die den Ernst der Lage zeigen

Das Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG) repräsentiert rund 75 % des deutschen E-Zigarettenmarktes. Über 400 Unternehmen haben an der Umfrage teilgenommen:

  • 77 % der Unternehmen erzielen mehr als die Hälfte ihres Umsatzes mit menthol- oder kühlstoffhaltigen Liquids.
  • Bei 28 % liegt dieser Anteil sogar über 85 %.
  • Fast 70 % schließen eine langfristige Geschäftsaufgabe im Fall eines Verbots nicht aus.
  • Rund 80 % berichten, dass der Umstieg erwachsener Raucher überwiegend mit Cooling-Liquids gelingt.

Betroffen wären laut BfTG rund 3.000 überwiegend kleine und mittelständische Unternehmen mit bis zu 15.000 Arbeitsplätzen. Der Erfüllungsaufwand liegt laut Branchenberechnung realistisch bei über 500 Millionen Euro.

Unrealistische Übergangsfrist von sechs Monaten

Die im Entwurf vorgesehene Übergangsfrist von sechs Monaten gilt in der Branche als unrealistisch. Eine vollständige Umstellungskette dauert in der Praxis rund 22 Monate. Ohne praxisgerechte Abverkaufsregelung drohen massive Rückruf- und Vernichtungswellen.

Deutschland allein: Kein anderes EU-Land verbietet Menthol gezielt

Ein zentraler Punkt: Kein einziger EU-Mitgliedstaat verbietet Menthol in E-Zigaretten gezielt als Einzelstoff. Deutschland würde mit diesem Vorstoß einen regulatorischen Alleingang starten – noch vor der anstehenden Überarbeitung der EU-Tabakproduktrichtlinie (TPD).

Schwarzmarkt für E-Zigaretten: Das unterschätzte Risiko

Ein Aspekt kommt in der Debatte um das Aromaverbot oft zu kurz: Was passiert mit der Nachfrage, wenn das legale Angebot eingeschränkt wird? Bereits heute stammen nach Branchenschätzungen 40 bis 50 Prozent aller in Deutschland verkauften E-Zigaretten aus illegalen Quellen.

Steuereinnahmen in Milliardenhöhe stehen auf dem Spiel

  • Rund 400 Millionen Euro Liquidsteuer pro Jahr
  • Über 500 Millionen Euro Umsatzsteuer pro Jahr

Das Bayerische LKA warnt bereits jetzt vor lebensgefährlichen Substanzen in illegalen Vapes. Berlins Justizsenatorin Dr. Felor Badenberg hat öffentlich darauf hingewiesen, dass kriminelle Banden gezielt Minderjährige mit illegalen E-Zigaretten ansprechen.

Internationale Warnsignale: Niederlande, Estland und Kanada

Seit dem 1. Januar 2024 gilt in den Niederlanden ein Aromenverbot. Die Bilanz: Der Fachhandel wurde geschwächt, der Schwarzmarkt ist gewachsen, und die Dampf- wie Raucherquoten unter Jugendlichen sind gestiegen.

Eine kanadische Studie zeigt: Nach Einführung eines Aromenverbots sanken die E-Zigarettenverkäufe um 29,5 %, während die Tabakverkäufe um 9,6 % stiegen. Fazit der Autoren: Aromenverbote führen nicht zu weniger Nikotinkonsum – sie verschieben ihn zu schädlicheren Produkten.

Internationale Erfahrungen: Was Großbritannien anders macht

In Großbritannien liegt die Raucherquote bei 12 Prozent. In Deutschland bei 34,1 Prozent – fast dreimal so hoch. Der britische Gesundheitsdienst NHS empfiehlt E-Zigaretten aktiv als Hilfsmittel zur Tabakentwöhnung. Wie dieser Ansatz konkret aussieht, haben wir im Artikel Vaping in England: NHS, Vape Shops & progressive Gesetze ausführlich beschrieben.

Aromen als Schlüsselfaktor für den Rauchstopp

Eine Studie im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums zeigt: 81 Prozent der erwachsenen E-Zigarettennutzer in Deutschland verwenden Fruchtliquids, rund die Hälfte setzt auf Menthol oder Süßaromen. Diese Geschmacksvielfalt ist kein Luxus – sie ist für viele Umsteiger der entscheidende Faktor.

Was die Wissenschaft sagt

Die Cochrane Collaboration hat bestätigt: E-Zigaretten gehören zu den drei wirksamsten Hilfsmitteln zum Tabakstopp und sind bis zu dreimal erfolgreicher als Nikotinpflaster. Die DEBRA-Studie zeigt: 98 Prozent der E-Zigarettennutzer in Deutschland sind erwachsene Ex-Raucher.

FAQ zum Aromaverbot E-Zigaretten: Eure Fragen ehrlich beantwortet

Wird mein Lieblings-Liquid durch das Aromaverbot verboten?

Stand heute: Nein. Der Referentenentwurf ist ein Entwurf. Sollte er unverändert umgesetzt werden, wären bis zu 80 Prozent der aktuell im legalen Handel erhältlichen Liquids betroffen: jedes Ice-Liquid, jedes Menthol-Liquid und durch Sucralose auch ein Teil der fruchtigen Sorten – inklusive vieler Nikotinsalz-Liquids.

Warum will die Politik E-Zigaretten verbieten, wenn sie weniger schädlich sind?

Die wissenschaftliche Lage ist relativ klar: E-Zigaretten gelten nach aktuellem Kenntnisstand als deutlich weniger schädlich als Tabakzigaretten. Das BfR räumt selbst ein, dass die Datenlage zu vielen der betroffenen Stoffe begrenzt ist. Unabhängige Gutachten zu WS-3, WS-23 und WS-5 finden keine konkreten Hinweise auf klinisch relevante Gesundheitsschäden bei üblichen Einsatzkonzentrationen.

Warum unternimmt die Regierung nichts gegen den Schwarzmarkt?

Schätzungsweise 40 bis 50 Prozent aller E-Zigaretten in Deutschland stammen aus illegalen Quellen. Jede Regulierung, die den legalen Markt einschränkt, ohne den illegalen Markt effektiver zu bekämpfen, verschiebt das Gleichgewicht in die falsche Richtung.

Werden E-Zigaretten in Deutschland komplett verboten?

Nein. Es geht nicht um ein Verbot der E-Zigarette als Gerät, sondern um ein Verbot bestimmter Inhaltsstoffe. Dein Pod-System, dein Akkuträger, dein Verdampfer – all das bleibt unberührt.

Was kann ich als Dampfer gegen das Aromaverbot tun?

  1. Informiert bleiben: Wir halten dich im Blog auf dem Laufenden.
  2. Petition unterstützen: Auf Change.org läuft eine Petition gegen das Aromaverbot E-Zigaretten 2026.
  3. Im Fachhandel kaufen: Jeder Euro im regulierten E-Zigaretten-Fachhandel ist ein Statement gegen den Schwarzmarkt.
  4. Sachlich aufklären: Sprich mit Menschen in deinem Umfeld – mit Fakten statt Emotionen.
  5. Alternativen ausprobieren: Erweitere deinen Geschmackshorizont mit Liquids ohne Cooling Agents.

Ausblick: Wie geht es mit dem Aromaverbot weiter?

Die Lage ist überschaubar – und es gibt gute Gründe, optimistisch zu bleiben. Der Referentenentwurf muss den Bundesrat passieren, und dort wurde ein ähnliches Vorhaben bereits 2017 abgelehnt.

Was sich die Branche stattdessen wünscht

  • Festlegung risikoadäquater Höchstmengen statt pauschaler Verbote
  • Differenzierte, stoffbezogene Regulierung auf Basis belastbarer Daten
  • Konsequente Bekämpfung des illegalen Handels
  • Anerkennung der E-Zigarette als Instrument der Schadensminimierung
  • Dialog zwischen Politik, Wissenschaft und Branche statt nationaler Alleingänge

Fazit: Unser Versprechen zum Aromaverbot E-Zigaretten 2026

Egal wie sich die politische Lage rund um das Aromaverbot E-Zigaretten 2026 entwickelt: Wir bei E6 House of Vape bleiben dein Ansprechpartner. Wir beraten dich ehrlich, kennen unser Sortiment im Detail und halten dich über jede neue Entwicklung auf dem Laufenden.

Bleib informiert. Und wenn du Fragen hast: Du weißt, wo du uns findest – im Laden in Gronau, online im E6 Shop oder hier im Blog. Gemeinsam sind wir stärker.

Die genannten Fakten und Zahlen stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen der Branchenverbände VdeH und BfTG, der DEBRA-Studie, der Cochrane Collaboration sowie internationalen Medienberichten.

Einweg E-Zigaretten richtig entsorgen: So machst du es umweltfreundlich!

Einweg E-Zigaretten sind praktisch, doch ihre Entsorgung sorgt immer wieder für Verwirrung. Einfach in den Hausmüll werfen? Keine gute Idee! Hier erfährst du, warum das falsch ist und wie du deine Disposable Vape richtig entsorgst.

Warum dürfen Einweg E-Zigaretten nicht in den Hausmüll?
Einweg Vapes enthalten elektronische Bauteile und eine Batterie – und gehören damit nicht in den Restmüll. Unsachgemäße Entsorgung kann:

  • Umweltschäden verursachen – Die enthaltenen Batterien können auslaufen und schädliche Stoffe freisetzen.
  •  Brandgefahr erhöhen – Defekte Akkus können sich entzünden und Brände in Mülltonnen oder Recyclinganlagen verursachen.
  • Ressourcen verschwenden – Viele Materialien, wie Metalle oder Kunststoffe, können wiederverwertet werden.

So entsorgst du Einweg Vapes richtig

  • Elektroschrott-Sammelstellen nutzen
    Elektronische Geräte gehören in den Elektroschrott. Viele Supermärkte, Elektronikmärkte oder Wertstoffhöfe haben Sammelstellen für kleine Elektrogeräte, wo du deine Einweg Vape kostenlos abgeben kannst.
  • Batterien separat entsorgen
    Falls deine Disposable Vape eine herausnehmbare Batterie hat, bringe sie zur nächsten Batterie-Sammelstelle (z. B. in Supermärkten oder Drogerien).
  • Rücknahme durch Händler prüfen
    Manche Händler nehmen gebrauchte Vapes zurück und entsorgen sie fachgerecht – einfach nachfragen!
  • Recyclinghöfe als Alternative
    Dein örtlicher Recyclinghof nimmt Elektroschrott entgegen. Das ist eine sichere und umweltfreundliche Lösung für die Entsorgung.

Fazit: Umweltfreundlich dampfen beginnt mit richtiger Entsorgung
Einweg E-Zigaretten gehören nicht in den Hausmüll! Nutze Sammelstellen für Elektroschrott oder Batterien, um Umweltbelastungen zu vermeiden und wertvolle Ressourcen zu recyceln. So dampfst du nicht nur mit Genuss, sondern auch mit Verantwortung!

FAQ: Einweg E-Zigaretten richtig entsorgen

Darf ich eine Einweg E-Zigarette in den Restmüll werfen?

Nein. Disposable Vapes enthalten einen Lithium-Ionen-Akku und elektronische Bauteile. Damit fallen sie unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) und gehören in den Elektroschrott. Auch eine komplett leer gedampfte Einweg darfst du nicht in den Hausmüll geben.

Kann ich die Einweg E-Zigarette im Fachhandel zurückgeben?

Ja. Jeder Händler, der E-Zigaretten verkauft – egal ob stationär oder online – ist seit dem ElektroG 2022 zur Annahme verpflichtet. Bei E6 House of Vape kannst du deine alten Einweg-Geräte jederzeit in unserem Shop in Gronau abgeben. Kostenlos, ohne Kaufverpflichtung.

Wohin, wenn es keinen Fachhändler in der Nähe gibt?

Jeder kommunale Wertstoffhof nimmt Einweg E-Zigaretten kostenlos als Elektroschrott an. Viele Supermärkte mit über 400 m² Verkaufsfläche haben zusätzlich Sammelboxen für Kleingeräte am Eingang oder im Kassenbereich.

Muss ich den Akku vorher ausbauen?

Nein, das ist ausdrücklich nicht nötig – und sogar unerwünscht. Lithium-Ionen-Akkus reagieren empfindlich auf mechanische Beschädigung und können bei falscher Handhabung in Brand geraten. Gib das Gerät immer komplett und unverändert ab.

Warum eine korrekte Entsorgung wichtig ist

Allein in Deutschland werden jährlich rund 20 Millionen Einweg E-Zigaretten verkauft. Landet nur ein Teil davon im Restmüll, entstehen zwei Probleme: Die Lithium-Ionen-Akkus können in Müllpressen und Sortieranlagen Brände auslösen – die Versicherer verzeichnen in Deutschland inzwischen mehrere tausend Akkubrände pro Jahr allein durch falsch entsorgte Elektrogeräte. Und: Wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Kupfer gehen dem Recycling-Kreislauf verloren.

Mit einer ordnungsgemäßen Rückgabe im Fachhandel oder am Wertstoffhof sorgst du dafür, dass diese Materialien zurückgewonnen werden – und verhinderst gleichzeitig das Brandrisiko in der Entsorgungskette.

Nachhaltigere Alternative: Pod-Systeme statt Einweg

Wer dauerhaft dampft, fährt mit einem wiederbefüllbaren Pod-System umweltfreundlicher und deutlich günstiger. Ein einziges Pod-Kit ersetzt über seine Lebensdauer schnell 100 Einweg E-Zigaretten. Die Pods selbst sind austauschbar, der Akku bleibt im Gerät und wird per USB-C geladen. Unsere Empfehlungen für den Einstieg findest du in unseren Tests zu OXVA XLIM PRO 3, Vaporesso XROS PRO 2 und Uwell Caliburn G4 Pro Koko.

Kurz zusammengefasst

  • Einweg E-Zigaretten sind Elektroschrott – niemals in den Restmüll.
  • Rückgabe kostenlos beim Fachhändler, Wertstoffhof oder großen Supermarkt.
  • Akku niemals ausbauen oder öffnen – Brandgefahr.
  • Pod-Systeme sind die nachhaltigere Alternative für regelmäßige Dampfer.

Faktencheck: Die Wahrheit über E-Zigaretten

Rund um E-Zigaretten kursieren viele Mythen und Fehlinformationen. Doch was ist wirklich dran? Hier klären wir einige der häufigsten Missverständnisse auf und zeigen, was wissenschaftlich belegt ist.

Mythos 1: E-Zigaretten sind genauso schädlich wie Tabak
Falsch! Während herkömmliche Zigaretten durch die Verbrennung von Tabak zahlreiche Giftstoffe und Teer freisetzen, funktioniert eine E-Zigarette über Verdampfung. Laut Studien enthalten E-Liquids deutlich weniger schädliche Stoffe als Tabakrauch. Das bedeutet nicht, dass sie völlig risikofrei sind – aber sie stellen eine deutlich weniger schädliche Alternative dar.

Mythos 2: Dampfen führt automatisch zum Rauchen
Viele Kritiker behaupten, E-Zigaretten würden junge Menschen zum Rauchen verleiten. Tatsächlich zeigen Untersuchungen, dass die meisten Dampfer ehemalige Raucher sind, die eine weniger schädliche Alternative suchen. Der Umstieg von der Zigarette auf die E-Zigarette wird oft als Möglichkeit genutzt, den Nikotinkonsum zu reduzieren oder ganz aufzuhören.

Mythos 3: Passivdampf ist genauso gefährlich wie Passivrauchen
Im Gegensatz zu Zigarettenrauch enthält der ausgeatmete Dampf von E-Zigaretten keinen Teer oder Kohlenmonoxid. Studien legen nahe, dass die Belastung der Umgebungsluft durch Dampfen minimal ist und sich deutlich von den Risiken des Passivrauchens unterscheidet.

Mythos 4: E-Liquids enthalten gefährliche Chemikalien
E-Liquids bestehen aus wenigen Grundstoffen: Propylenglykol (PG), pflanzlichem Glycerin (VG), Aromen und Nikotin (falls gewünscht). PG und VG sind in vielen Lebensmitteln und Kosmetika zugelassen, während die Aromen strengen Vorschriften unterliegen. Natürlich spielt die Qualität der Liquids eine große Rolle – deshalb ist es wichtig, auf geprüfte Produkte seriöser Hersteller zu setzen.

Fazit: Informierte Entscheidungen treffen
E-Zigaretten sind kein Wundermittel und auch nicht komplett risikofrei, aber viele Mythen halten einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand. Wer sich umfassend informiert, kann fundierte Entscheidungen über seinen Konsum treffen – basierend auf Fakten, nicht auf Fehlinformationen.

Mythos 4: E-Zigaretten sind ein Einstieg zum Rauchen

Diese Sorge wird in Medien und Politik oft ins Feld geführt, lässt sich mit den verfügbaren Daten aber nicht stützen. Eine Langzeitauswertung der University College London (2024) zeigt: Der Raucheranteil unter britischen Jugendlichen ist seit Einführung der E-Zigarette auf ein historisches Tief gefallen. Public Health England und die schottische Gesundheitsbehörde kommen übereinstimmend zum Schluss, dass E-Zigaretten deutlich häufiger als Ausstiegs- denn als Einstiegsprodukt dienen.

Mythos 5: Dampfen macht stärker abhängig als Rauchen

Das Gegenteil ist belegt. Nikotin wird beim Dampfen deutlich langsamer aufgenommen als beim Rauchen – der klassische Suchtdruck-Kick einer Zigarette bleibt aus. Studien im British Medical Journal zeigen, dass der Nikotinspiegel von E-Zigaretten-Nutzern im Schnitt niedriger liegt als bei vergleichbaren Rauchern. Viele Dampfer reduzieren über Monate freiwillig die Nikotinstärke.

Mythos 6: „Popcorn Lung“ droht beim Dampfen

Der Begriff geht auf einen Fall aus den USA zurück, bei dem Arbeiter in einer Popcorn-Fabrik durch die Aromastoff Diacetyl erkrankten. Diacetyl ist in der EU seit 2016 in E-Liquids verboten – die europäischen Liquids, die du bei seriösen Händlern kaufst, enthalten ihn seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Der Mythos wird trotzdem regelmäßig recycled, meist ohne Quellenangabe.

Was wir daraus lernen

E-Zigaretten sind kein harmloses Lifestyle-Produkt, aber sie sind messbar weniger schädlich als Tabak. Für Menschen, die noch nie geraucht haben, gibt es keinen Grund anzufangen. Für Raucher, die vom Tabak wegkommen wollen, sind E-Zigaretten nach aktueller Studienlage ein wirksames Hilfsmittel – laut Cochrane-Review 2024 wirksamer als Nikotinpflaster oder Kaugummi.

Wichtig bei allem: Kauf beim Fachhändler, bleib bei zertifizierten Liquids, meide Schwarzmarkt-Ware. Die meisten Schlagzeilen über „gefährliche Vapes“ stammen aus den USA und betreffen gepanschte THC-Liquids – Produkte, die mit dem europäischen Markt nichts zu tun haben.

Quellen und weiterführende Beiträge

  • Public Health England / OHID: Evidence Review 2022
  • Cochrane Living Systematic Review on E-Cigarettes, 2024
  • British Medical Journal, Nicotine Delivery in Vaping vs. Smoking

Mehr zum Thema findest du in unseren Beiträgen über Vaping in England, das geplante Aromaverbot und die Liquidsteuer 2026.